Ich.darf.nicht.schlafen. – S.J.Watson – Rezension

Ich.darf.nicht.schlafen – S.J. Watson

Ich darf nicht schlafen

Klappentext Ich.Darf.nicht.schlafen:

Ohne Erinnerung sind wir nichts. Stell dir vor, du verlierst sie immer wieder, sobald du einschläfst. Dein Name, deine Identität, die Menschen, die du liebst – alles über Nacht ausradiert. Es gibt nur eine Person, der du vertraust. Aber erzählt sie dir die ganze Wahrheit? Als Christine aufwacht, ist sie verstört: Das Schlafzimmer ist fremd, und neben ihr im Bett liegt ein unbekannter älterer Typ. Sie kann sich an nichts erinnern. Schockiert muss sie feststellen, dass sie nicht Anfang zwanzig ist, wie sie denkt – sondern 47, verheiratet und seit einem Unfall vor vielen Jahren in einer Amnesie gefangen. Jede Nacht vergisst sie alles, was gewesen ist. Sie ist völlig angewiesen auf ihren Mann Ben, der sich immer um sie gekümmert hat. Doch dann findet Christine ein Tagebuch. Es ist in ihrer Handschrift geschrieben – und was darin steht, ist mehr als beunruhigend. Was ist wirklich mit ihr passiert? Wem kann sie trauen, wenn sie sich nicht einmal auf sich selbst verlassen kann?

Inhaltsangabe Ich.darf.nicht.schlafen.:

Christine wacht jeden Morgen ohne Erinnerungen auf. Sie hat eine anterograde Amnesie, ausgelöst durch einen schweren Autounfall, wie sie glaubt. Sie kann sich nur an das erinnern, was sie am selben Tag gemacht hat. Sie wacht jeden Morgen neben ihrem Mann Ben auf, aber kann sich nicht erinnern, wer er ist. Jeden Morgen muss Ben ihr aufs neue erzählen, wer sie ist und was geschehen ist.

Eines Tages wird sie auf ihrem Handy von einem Psychologen, namens Dr. Nash, angerufen. Er erzählt ihr, dass er schon länger mit ihr zusammen an ihrer Amnesie arbeitet, und versucht ihr zu helfen. Christine, nicht ganz überzeugt davon, ob sie ihm glauben soll, trifft sich mit Dr. Nash. Bei ihrem Treffen gibt Dr. Nash Christine ein Tagebuch. Sie habe ihm dieses vor einer Woche zum Lesen gegeben.

Wieder zuhause beginnt Christine das Tagebuch zu lesen. Es enthält Erlebnisse und Erinnerungen, erlebt und jeden Tag sorgfältig aufgeschrieben, von ihr selber. Die Aufzeichnungen beginnen am 9. November, also gut 1,5 Monate vor dem heutigen Tag.

Christine beginnt zu lesen und erfährt was in den letzten Wochen passiert ist. Sie liest von den Treffen mit Dr. Nash, der zusammen mit ihr an ihrer Amnesie arbeitet. Sie erfährt viel über ihre Vergangenheit, erinnert sich in ihren Aufzeichnungen teilweise an ihre verstorbenen Eltern, an ihre Freundin Claire und ihren Sohn. Doch irgendwie wollen diese Erinnerungen nicht mit den Erzählungen Bens zusammen passen. Ben verschweigt ihr teilweise wichtige Informationen, die sie mit Hilfe des Tagebuchs schließlich doch erfährt. Er belügt sie über den Grund ihrer Amnesie, erzählt dass bei einem Hausbrand viele persönliche Sachen verbrand seien und erzählt, dass ihr gemeinsamer Sohn Adam tot sei. Durch Dr. Nash erfährt Christine jedoch, dass sie angegriffen wurde, und ihr Gedächtnis nicht durch einen Autounfall verloren hat. Christine nimmt Kontakt zu ihrer früheren besten Freundin Claire auf, die nach Bens Aussage hin, ausgewandert sein soll. Von ihr erfährt sie, dass Ben sich vor Jahren schon von ihr getrennt hat und das sie eine Affäre mit einem anderen Mann hatte. Sie trifft sich mit Claire und die beiden reden über ihre gemeinsame Vergangenheit. Außerdem gibt Claire Christine einen Brief von Ben mit. Den Brief hat Ben vor Jahren geschrieben. In diesem Brief erklärt er Christine den Grund für seine Trennung.

An dieser Stelle endet das Tagebuch und Christine wundert sich wieso eine ganze Woche keine Eintragungen gemacht wurden.

Am heutigen Tag wollen Ben und Christine übers Wochenende wegfahren. Sie fahren nach Brighton, an den Ort, an dem Christine damals angegriffen wurde. Als sie das Hotelzimmer betritt, spürt Christine ein Gefühl der Gefahr. Während Ben unter der Dusche steht, durchsucht sie seine Tasche und findet die Tagebuchseiten der letzten Woche. Sauber herausgetrennt von ihrem Ehemann. In diesen Seiten erfährt sie schreckliches und der Satz, der am Anfang ihres Tagebuchs steht, bekommt immer mehr Bedeutung „Ich darf Ben nicht trauen“. Plötzlich schwebt sie erneut in großer Gefahr, alles ist wie damals…

Eigene Meinung:

Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Im ersten Teil wacht Christine auf, erinnert sich an nichts und erfährt durch Dr. Nash von ihrem Tagebuch, welches sie dann zu lesen beginnt.

Den zweiten Teil des Buches bildet der Inhalt des Tagebuchs. Hier wurde sehr detailliert die Krankheitsgeschichte Christines beschrieben. Zunächst habe ich mich gewundert, wieso das Buch dem Genre Thriller zugeordnet wird, da es für mich offensichtlich nur die Krankheitsgeschichte einer Frau erzählte. Die Erzählungen und Erinnerungen Christines sind hier sehr ausführlich dargestellt, meiner Meinung nach schon fast zu ausführlich und zu langatmig. Positiv zu bewerten ist, dass der Leser, genau wie Christine, Schritt für Schritt immer mehr über ihr Leben erfahren hat.

Der dritte Teil beschreibt den selben Tag wie der erste Teil. Hier wird langsam der Hintergrund der Geschichte deutlich und Unklarheiten werden schnell klar. Am Ende ist es ein sehr spannender Thriller, mit unerwarteten Ende.

Eine Frau die sich immer wieder mit längst erlebten Erinnerungen beschäftigen muss. Das Ende des Buches ist perfekt gestaltet, alles ergibt plötzlich einen Sinn. Lediglich die etwas langatmigen Erzählungen im Tagebuch tun der Spannung etwas Abbruch, da der Leser immer wieder mit schon bekannten Fakten konfrontiert wird.

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