Das Echo der Schuld – Charlotte Link

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Klappentext Das Echo der Schuld:

Raffiniert, verstörend, genial

In tiefer Nacht sinkt ein Boot vor der Küste Schottlands. Nichts als ihr Leben können die deutschen Aussteiger Nathan und Livia Moor retten. Von der Engländerin Virginia Quentin und deren Mann werden sie mit dem Notwendigsten versorgt, doch dann folgt der undurchsichtige Nathan Virginia ungebeten in das Zuhause der Familie nach Norfolk. Virginia, die ihn anfangs nur aufdringlich findet, öffnet sich ihm bald mehr als je zuvor einem anderen Menschen. Dann geschieht das Unfassbare: Virginias siebenjährige Tochter verschwindet spurlos.

Zusammenfassung Das Echo der Schuld:

Am 17. August sinkt plötzlich das Boot der deutschen Weltumsegler Nathan und Livia Moor vor der Küste Schottlands. Es gelingt ihnen in letzter Sekunde vom Boot zu springen und so ihr Leben zu retten. Sie verlieren jedoch ihr gesamtes Hab und Gut und sind von nun an auf die Hilfe von Fremden angewiesen. Die Engländerin Virginia Quentin und ihr Mann Frederic hatten Livia zuvor eine Arbeit in deren Ferienhaus gegeben. Als Virginia von dem tragischen Unglück erfährt, bietet sie sofort ihre Hilfe an. Frederic, der besonders Nathan auf Anhieb nicht leiden kann, warnt seine Frau vor dem deutschen Ehepaar. Schließlich gestattet Virginia es den beiden vorübergehend in ihrem Ferienhaus zu wohnen, während sie und ihr Mann wieder zurück nach King`s Lynn fahren würden.

Schon während ihres Urlaubes, zusammen mit der gemeinsamen Tochter Kim, hören die Quentins von dem schrecklichen Mord an der vier jährigen Sarah Alby.

Liz Alby ist mit ihrer kleinen Tochter völlig überfordert und wünscht sich oft, dass diese nie geboren worden wäre. Am Tag des Unglückes sind Liz und Sarah zusammen an den Strand gefahren. Sarah sieht auf dem Weg zum Strand ein Karussell, mit dem sie unbedingt fahren möchte. Ihre Mutter jedoch will in Ruhe am Strand liegen und erlaubt es ihrer Tochter nicht. Als Liz dann ihre Tochter über 40 Minuten alleine am Strand zurück lässt, um Essen zu kaufen, ist diese plötzlich spurlos verschwunden. Tage später wird die Leiche der kleinen Sarah gefunden: sexuell missbraucht und ermordet.

Die ganze Stadt ist in Aufruhr und spricht von dem Mord an Sarah. Als dann erneut ein Mädchen verschwindet und ermordet aufgefunden wird, ist man sich sicher, dass es sich hierbei um ein und denselben Täter handeln muss.

Rachel geht jeden Sonntag zum Kindergottesdienst. Auf dem Weg dahin lernt sie an einem Sonntag einen Mann kennen, der sich als Pfarrer aus London vorstellt. Er erzählt ihr von Dias, die er gerne in der Kirche zeigen würde. Er braucht jedoch ihre Hilfe und sie soll ihm dabei helfen. Sie vereinbaren sich in 3 Wochen wieder zu treffen. Der Pfarrer möchte ihr die Dias vorab in seinem Haus zeigen. 3 Wochen später geht Rachel, wie jeden Sonntag, nach dem Frühstück zum Gottesdienst, doch diesmal geht sie vorher zum vereinbarten Treffpunkt und wird von nun an nie wieder gesehen. Ihre Leiche wird Tage später gefunden: sexuell missbraucht und ermordet.

Derweil gelingt es Nathan Moor zusammen mit seiner kranken Frau nach King´s Lynn zu gelangen. Er bringt seine Frau dort in ein Krankenhaus, da diese an einem schweren Schock leidet, und nistet sich erneut bei den Quentins ein. Virginia, dessen Mann sich zu der Zeit in London befindet, gewährt ihm schließlich Einlass.

Als Frederic sich dann aus London meldet und seine Frau darum bittet, ihn am nächsten Freitag zu einer Dinnerparty zu begleiten, steht diese plötzlich wieder unter Druck. Sie meidet öffentliche Auftritte und ihr wurde schon beim Gedanken an diese Party übel. Bald schon öffnet sich Virginia Nathan gegenüber und erzählt ihm die ganze Geschichte über ihre Angst, die Geschichte von Michael.

Der Mörder der kleinen Sarah und Rachel ist immer noch auf freiem Fuß und sucht sein nächstes Opfer. Er spricht Janie an, die in einem Geschäft vor den Einladungskarten steht. Sie erzählt ihm, dass sie gerne ihren Geburtstag mit ihren Freundinnen feiern würde, aber ihre Mutter dies nicht erlaubt. Der Fremde sagte ihr, sie kann die Geburtstagsfeier mit all ihren Freunden bei ihm Zuhause feiern. Sie vereinbaren, dass sie sich am Samstag wieder in dem Laden treffen um genaueres zu planen. Am Samstag hat Janies Mutter eine Grippe bekommen und so muss Janie zuhause bleiben. Mehrfache Versuche den Fremden zu finden, bleiben ohne Erfolg. Schließlich erzählt sie ihrer Mutter von dem Fremden. Diese begreift sofort, dass es sich dabei um den Mörder handeln muss. Sie geht sofort mit ihrer Tochter zur Polizei.

Nathan und Virginia haben inzwischen eine Affäre begonnen. Virginia fährt, anstatt auf die Dinnerparty ihres Mannes zu gehen, mit Nathan zurück zu dem Ferienhaus. Dort verbringen sie ein paar glückliche Tage. Ihre Tochter wohnt in der Zeit bei dem Verwalterehepaar, das für die Quentins arbeitet. Diese sind wie Großeltern für Kim.

Am Tag nach ihrer Rückkehr ist plötzlich ihre Tochter spurlos verschwunden.

Kam sie mit der Situation Zuhause nicht klar, oder ist sie das nächste Opfer des Mörders?

Auf der Beerdigung der kleinen Rachel, soll Janie, die als einzige das Aussehen des Mörders kennt, nach diesem Ausschau halten… Kann Janie den Mörder rechtzeitig erkennen und somit vielleicht Kim das Leben retten?

Eigene Meinung:

Im Vergleich zu den Büchern die ich schon von Charlotte Link gelesen habe, fand ich dieses eher langweilig. Am Anfang war es noch sehr spannend, doch es wurde immer langweiliger. Meiner Meinung nach wurde das Leben von Virginia Quentin viel zu ausführlich beschrieben. Die Erzählungen von ihrer Vergangenheit und dem Leben mit Michael, haben nicht in die Geschichte gepasst und waren viel zu ausführlich beschrieben, Auch die Affäre zu Nathan Moor wurde sehr ausführlich beschrieben, obwohl diese nichts mit dem eigentlichen Inhalt des Buches zu tun hatte, oder andersrum. Wenn man sich den Titel „Das Echo der Schuld“ anguckt, dann bezieht sich dies, finde ich, nur auf die Schuld die Virginia gegenüber Michael und Tommi empfindet, aber nicht auf die Geschichte rund um die Morde an den kleinen Mädchen. Klar, man kann hier auch die Schuld des Mörders hineininterpretieren, aber wozu dann die ausführlichen Erzählungen über Virginias Vergangenheit? Für mich werden hier zwei verschiedene Geschichten erzählt, die erst mit dem Verschwinden der Kim Quentin aufeinander treffen. Charlotte Link wagt sich hier an ein sehr schweres Thema heran. Dennoch finde ich es toll, wie sie eine Brücke zwischen Romanfiguren und Lesern aufbaut. Man versetzt sich in die Lage der jeweiligen Figur hinein und fühlt mit ihnen mit. Vielleicht ist dies gerade deswegen so, weil Links Figuren oftmals unsympathisch und/ oder depressiv beschrieben werden. Gerade deswegen sind sie so viel realistischer als typische Helden. Dennoch fehlt dem Buch das gewisse Etwas, was vielleicht jedoch an der schwere des Themas liegt. Fans mit Vorlieben für brutale Details werden dieses Buch nicht mögen.

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