Herzstoß – Joy Fielding

Herzstoß Beitragsbild

Inhalt:

Die Hoffnung stirbt nie. Sie tötet! Das Leben von Marcy Taggart gerät völlig ins Wanken, als ihre Tochter bei einer Bootsfahrt unter rätselhaften Umständen verschwindet. Auch wenn die Leiche nie gefunden wird, gilt Devon als tot – nur Marcy weigert sich, dies zu glauben, und klammert sich an die Hoffnung, dass Devon noch lebt. Als Marcy alleine nach Irland reist, passiert das Unfassbare. Bei einem Besuch im Pub glaubt sie, ihre Tochter auf der Straße vorbeilaufen zu sehen. Von nun an setzt sie alles daran, Devon zu finden – nicht ahnend, dass sie ihr eigenes Leben aufs Spiel setzt …

Zusammenfassung:

Marcy Taggart´s Leben änderte sich 2 Jahre zuvor grundlegend. Ihre 21 jährige Tochter Devon, die unter Depressionen litt, ertrank unter rätselhafte Umständen. Es wurde nur das herangespülte Kanu der 21 jährigen gefunden, von der Leiche fehlte jede Spur. Als dann auch noch ihr Ehemann Peter sie wegen einer jüngeren Golflehrerin verließ, beschloss Marcy die geplante zweite Hochzeitsreise nach Irland alleine anzutreten. Dort angekommen, schloss sie sich einer Reisegruppe an, mit der sie sich die Sehenswürdigkeiten Corks ansah. Während der Besichtigungstour lernte sie den attraktiven Vic Sorvino kennen, mit dem sie später eine Affäre anfing. Als Vic und Marcy am Ende der Besichtigungstour in einem Pub in Cork saßen, glaubte Marcy plötzlich, ihre verschwundene Tochter Devon vorbeilaufen gesehen zu haben.

Konnte es wahr sein, dass Devon nicht tot war und sich hier in Irland ein neues Leben aufgebaut hatte? Schließlich kam Marcys Mann Peter ursprünglich aus Irland und Devon hatte schon früher gesagt, dass Irland das schönste Land der Welt sei.

Marcy war sich nun sicher, dass ihre Tochter noch lebte und versuchte diese mit allen Mitteln zu finden. Sie mietete sich eine kleine Pension in Cork an und zeigte das Foto ihrer Tochter jedem den sie begegnete. Liam, der Kellner aus dem Pub, an dem sie ihre Tochter hatte vorbei gehen sehen, gab ihr den Hinweis, dass es sich bei der Person auf dem Foto um Audrey handeln könnte. Audrey lebte wie er sagte, noch nicht lange in Irland. Sie hatte zuvor in London gewohnt, dort jedoch Schwierigkeiten bekommen, und war nach Cork gezogen. Außerdem erzählte Liam, dass Audrey eine Freundin von Shannon sei, die als Kindermädchen für die wohlhabende Familie O´ Connor arbeitete. Marcy war sich nun sicher, dass Devon als Audrey ein neues Leben, ohne sie, begonnen hatte. Sie machte Shannon ausfindig und fragte sie unauffällig über Audrey aus.

Auf ihrer Suche nach Audrey lernte sie Jax kennen. Jax war ein gemeinsamer Freund von Shannon und Audrey. Eines Abends belauschte sie ein Gespräch von ihm, bei dem es darum ging, das O´ Connor Baby zu entführen um Lösegeld zu erpressen.

Konnte es sein, dass Audrey und er gemeinsame Sache machten?

Als es so schien, als würde sie ihrer Tochter immer mehr auf die Schliche kommen, wurde plötzlich ihr Zimmer völlig verwüstet.

Hatte sie einen unsichtbaren Feind, der verhindern wollte, dass sie dem Verschwinden ihrer Tochter auf den Grund kam, oder steckte Devon selber dahinter?

Eines Tages meldete sich Liam bei ihr und sagte, er habe Shannon gebeten, ein Treffen mit Audrey zu vereinbaren. Shannon meldete sich jedoch nicht und Marcy begann plötzlich zu zweifeln.

Vielleicht irrte sie sich auch und ihre Tochter war damals doch ertrunken.

Doch genau in dem Moment, wie Marcy sich einredete ihre Tochter würde nicht mehr leben, meldete diese sich plötzlich telefonisch. Die beiden verabredeten ein Treffen. Marcy sollte jedoch niemanden davon erzählen und pünktlich erscheinen. Als Marcy pünktlich am vereinbarten Treffpunkt stand, wurde sie von Jax abgeholt und die Situation begann zu eskalieren.

Am Ende des Tages musste Marcy sich eingestehen, dass es ein Fehler war, nach ihrer Tochter zu suchen…

Eigene Meinung:

Ich persönlich bin etwas enttäuscht von dem Buch. Während der ganzen Geschichte wurde immer wieder auf die Kindheit Marcys eingegangen. Es wurde teilweise sehr detailliert von ihrer kranken Mutter geschrieben und wie diese sich später aufgrund von ihren Depressionen umbrachte. Mich persönlich hat dies nicht interessiert und ich finde dass das gestörte Verhältnis zu ihrer Mutter in dieser Geschichte nicht so breit hätte erklärt werden müssen. Teilweise wurde auch von Devons Leben vor ihrem Verschwinden erzählt. Devon litt seit ihrer Kindheit auch an Depressionen, genau wie Marcys Mutter.

Durch den ständigen Wechsel in die Vergangenheit, welche in Form von Marcys Erinnerungen dargestellt wurden, wusste ich teilweise gar nicht, wo man sich gerade befand. Der Wechsel zwischen Vergangenheit beziehungsweise Erinnerungen und Gegenwart kam teilweise so plötzlich und unerwartet, dass ich manche Sätze mehrfach lesen musste, bis ich begriffen hatte, dass wieder von einer Erinnerung erzählt wurde.

Außerdem fand ich das Buch in der Mitte teilweise sehr langweilig und musste mich zwingen weiter zu lesen. Zu dem Zeitpunkt war für mich eigentlich klar, dass die Tochter noch am Leben war, und sich nur vor ihrer Familie versteckte. Ab und zu habe ich mich gefragt, wann sie denn endlich ihre Tochter findet, damit es endlich ein Ende hat.

Jedoch war das Ende dann zum Glück doch sehr unerwartet und spannend, das Beste am ganzen Buch würde ich sagen.

Gut fand ich, wie Joy Fielding es geschafft hat, dass man den Figuren im Buch auf Anhieb vertraute. Aus diesem Grund war ich dann auch sehr überrascht, was am Ende aus Liam wurde und welche Rolle er eigentlich in der gesamten Geschichte spielte.

Advertisements